Die Superbullen

Ein neuer Film von und mit Tom Gerhardt? Muss denn das sein? Ja, es muss. Das Ergebnis heißt „Die Superbullen“ und ist ein Armutszeugnis für deutsche Kino-Comedy. Was Tom Gerhardt und Hilmi Sözer in diesem Streifen abliefern, ist, gelinde gesagt, unter aller Sau. Und dabei bin ich noch wirklich tolerant, was Filme angeht…

Obwohl die Handlung eigentlich nebensächlich ist, möchte ich sie kurz erwähnen: Tommie (Tom Gerhardt) und Mario (Hilmi Sözer) gelangen durch Zufall in den Polizeidienst. Irgendwann wird das Maskottchen und der Glücksbringer ihres Lieblingsvereins 1.FC Köln, der Geißbock „Hennes“, entführt. Logisch, dass das nur der FC Bayern gewesen sein kann, Gegner im kommenden Pokalfinale. Die „Superbullen“ fangen an zu ermitteln. Um diesen Rahmen entspinnt sich eine ziemlich banale und irrelevante Geschichte, die die beiden „Helden“ sogar bis ins tiefe Bayern führt. Wooow…

Die Protagonisten bleiben, wie zu erwarten war, flach, ohne jegliche Tiefe oder Komplexität. Das ist natürlich auch nicht das, womit der Film unterhalten will. Nur leider versagt „Die Superbullen“ auch im Humor-Sektor auf ganzer Linie. Zwar zünden einige Gags in der ersten Hälfte des Films, jedoch sinkt das Niveau, dass schon zu Anfang niedrig ist, mit der Zeit auf ein unerträgliches Level. Der Humor versinkt in Unsinn, Wiederholung, Zusammenhanglosigkeit, Geschmacklosigkeit (Ich denke hier an die Krankenhausszene…).

Was positiv zu erwähnen ist, sind sicherlich die ersten Minuten, sowie die Beckenbauer-Imitation zum Ende hin. Auch eine paranoide Hundehalterin und die „Traktorschlampen“ sind recht lustig anzusehen, diese sind allerdings leider nur Randerscheinungen und haben eigentlich nichts mit dem Film zu tun.

Technisch ist der Film auf mittlerem Niveau, es gibt einige nette Kamerafahrten und Schnitte und man verliert nicht den Faden. Am VFX/SFX-Budget wurde leider gespart, Chrashs oder sonstige schlimmere Unfälle werden fast ohne Ausnahme geschnitten oder sind nicht zu sehen, außerdem stört an einige Stellen der offensichtliche Einsatz eines Greenscreens. Das hätte man schöner machen können.

Fassen wir das alles mal zusammen:

  • Story: schlecht
  • Protagonisten: uninteressant
  • Technik: mittelmaß
  • Humor: schwach bis geschmacklos

Was bleibt ist ein Streifen für diejenigen, die immer noch über „Normaaaal!“ oder „Ey schwabbel-wabbel ey geil ey!“ lachen können, und das dann auch noch auf Spielfilmlänge aushalten. Der Film hat seine (wenigen) lustigen Momente, aber nur für Leute, die ihr Gehirn mal ausschalten können 😉

Bewertung: 2/10

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Was ist eure Meinung zu dem Film? Kommentare sind (immer noch) gern gesehen =)

So long,

cinemaphil

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