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The Social Network

„Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen“ 

Dieser bedeutungsschwangere Satz, der das Cover von ‚The Social Network‘ ziert, sagt viel über den Inhalt des Films aus. Es geht um den Aufstieg des bekanntesten und mittlerweile bedrohend-marktherrschenden sozialen Netzwerks Facebook und um den Mann, der hinter Facebook steht: Mark Zuckerberg. Damit einem klar wird, wie bedeutend das Netzwerk inzwischen geworden ist: Im Sommer 2010 war jeder 14te Mensch auf der Erde bei Facebook registriert und durch den Effekt, den ‚The Social Network‘ hinterlässt, werden sicher noch einige Leute mehr dazukommen.

Der Film basiert auf dem Buch Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook und ist meiner Meinung nach ebenso genial wie der Erfinder von Facebook selbst. Hauptelemente des Films sind Zeitsprünge, die immer wieder wichtige Etappen der Gründung beleuchten. Mark Zuckerberg wird von Jesse Eisenberg sehr gut verkörpert und lässt den Zuschauer enorm an seiner Charakterstärke, aber auch an seinen Schwächen teilhaben. Insgesamt wird eine packende Geschichte über eines der größten Ereignisse unserer Gegenwart erzählt, welche aber laut Zuckerberg nicht ganz der Wahrheit entspricht. Er unterstütze den Film nebenbei erwähnt auch nicht.

Ich denke, da die „digital natives“, wie unsere Generation heutzutage genannt wird, ohnehin nicht mehr ohne Facebook auskommt, geschweige denn, dass es jemanden gibt, der noch nicht bei Facebook angemeldet ist, ist es für jeden ratsam, diesen Film einmal zu sehen. Ich selber war nach der Kinovorstellung damals auf jeden Fall sehr beeindruckt.

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Bewertung 8/10

Avimate

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96 Hours

Wie weit der Zorn eines ehemaligen Geheimagenten der USA gehen kann, zeigt Liam Neeson im französischen Actionthriller „96 Hours“. Neeson, seit seiner Rolle als Oskar Schindler in „Schindlers Liste“, Garant für erfolgreiche Produktionen und ausdrucksstarke Charaktere, spielt den liebevollen und selbstbewussten Bryan Mills, der aufgrund seiner früheren Aufträge für die amerikanische Regierung nicht viel Zeit mit seiner Tochter Kim verbringen konnte. Ihr zu liebe ging er in den vorzeitigen Ruhestand und versucht nun, die verlorene Zeit aufzuholen. Das Verhältnis von Vater und Tochter ist innig, auch wenn Kim bei ihrer Mutter, Mills Exfrau, lebt. 

Zu ihrem 17. Geburtstag möchte Kim mit ihrer Freundin Amanda nach Paris reisen, um den Louvre und weitere Museen der Stadt zu besuchen. Mills, der aufgrund seines früheren Berufes weiß, wie es in der Welt aussieht, äußert Bedenken, nicht zuletzt weil sich sowohl Kim als auch Amanda nicht in Paris auskennen, geschweige denn Französisch sprechen. Aus Liebe zu seiner Tochter und nach Druck seiner Exfrau gibt Mills jedoch seine Erlaubnis, nicht ohne den Ausflug mit einigen Auflagen zu belegen. So soll sich Kim jeden Abend bei ihm melden und ihm die Telefonnummer ihrer Wohnung in Paris geben.

Kurz nach ihrer Landung lernen die beiden einen gut aussehenden jungen Mann namens Peter kennen, der mit ihnen zusammen ein Taxi zu ihrer Wohnung nimmt. Wie sich ein wenig später herausstellt ein verhängnisvoller Fehler, da sich Peter als Lockvogel eines Menschenhändlerrings herausstellt. Als Kim sich später bei ihrem Vater meldet, muss sie zusehen, wie zwei Männer gewaltsam in das Apartment eindringen und Amanda entführen. Mills erkennt die Situation sofort und rät Kim, sich im Schlafzimmer zu verstecken. Offen und ehrlich wie er zu seiner Tochter ist, sagt ihr er ebenfalls, dass ihre Entführung unmittelbar bevorsteht und dass sie in den wenigen Sekunden, in denen sie ihre Entführer eindeutig erkennen kann, so viel Merkmale ausfindig machen soll, wie sie kann. Nach ein paar Minuten erscheinen die Entführer im Schlafzimmer und bringen Kim in ihre Gewalt. Mills nimmt Kims Entführung auf Tonband auf und benachrichtigt einen alten Geheimdienstkollegen, von dem er erfährt, dass ihm 96 Stunden verbleiben, Kim ausfindig zu machen, da sie ansonsten nicht mehr zu finden ist.

Drehbuchautor Luc Besson, der bereits mit der “The Transporter“ Reihe große Erfolge feiern konnte, bietet in diesem gut anderthalbstündigen Werk Unterhaltung auf sehr hohem Spannungsniveau. Insbesondere die Entführungsszene am Anfang des Films hat bei mir persönlich einen regelrechten Adrenalinrausch verursacht, der mich bis zum Ende nicht verlassen hat. Gut ausgesuchte Nebencharaktere, die Story hinter dem Menschenhändlerring, und viele Actionszenen, die sich jedoch nicht auf Explosionen, sondern eher auf die Kämpfe Mann gegen Mann fokussieren, fesseln ungemein. Schnelle Schnitte und eine passende Musik tun ihr übriges, um “96 Hours“ zu einem richtig spannenden Film zu machen.Leute, die eine gelungene Mischung aus Action, Thriller und einer interessanten Hintergrundgeschichte suchen, sind mit diesem Film bestens beraten.

Bewertung 8/10

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Viel Spaß beim Gucken,

avimate